Windhunde rissen Schoßhund in Stücke

Aus Halsband befreit

Windhunde rissen Schoßhund in Stücke

Eckmannshausen. Ein weißer Bichon-Frisé-Hund fiel am Wochenende zwei Windhunden zum Opfer. Gegen den Halter der beiden wurde Anzeige erstattet.

dima - Bichon-Frisé-Hunde gelten als ruhig und brav, freundlich gegenüber anderen Hunden. Nicht sehr freundlich verhielten sich dagegen die beiden Windhunde, die dem kleinen Bichon-Frisé - was soviel wie "gekräuselter Schoßhund" bedeutet - einer Dreis-Tiefenbacherin am vergangenen Samstag auf einem Fußweg bei Eckmannshausen begegneten. Die Hundebesitzerin ging gemeinsam mit einer Freundin und insgesamt drei angeleinten Hunden spazieren, als ihnen kurz vor 15 Uhr ein Dreis-Tiefenbacher entgegenkam, der insgesamt sechs Windhunde ausführte.

Verdacht auf Verstoß gegen das Landeshundegesetz

Laut Polizei befreiten sich zwei der Windhunde aus ihren Halsbändern, um sich im nächsten Moment auf den kleinen weißen Bichon-Frisé zu stürzen. Laut einer später hinzugezogenen Tierärztin rissen die Windhunde ihr Opfer regelrecht auseinander. Der Hund atmete zwar noch, musste jedoch kurz darauf eingeschläfert werden. Insgesamt zwei Streifenwagen der Polizei erschienen vor Ort. Gegen den Mann, der die Windhunde ausführte, wurde eine Ordnungswidrigkeitsanzeige wegen Verdachts auf einen Verstoß gegen das Landeshundegesetz erstattet, so die Polizei auf Nachfrage der SZ.

22.02.2012 11:33

 

 

Oberschelden ist ein Stadtteil im Westen der Großstadt Siegen.

 

 

Blick auf OberscheldenOberschelden
 

 

  

Im Norden grenzt Oberschelden an den Stadtteil Seelbach, im Osten an Siegen und Gosenbach, im Süden an Niederschelden und den Landkreis Altenkirchen in Rheinland-Pfalz sowie im Westen an den Stadtteil Heisberg der Stadt Freudenberg an. Der Stadtteil umfasst eine Fläche von ca. 4,53 km². Die eigentliche Gemarkung reicht im Norden bis hinter die Autobahn, im Westen an die Grenze zur Stadt Freudenberg, in einem Zipfel nach Südwesten bis an die Kreisgrenze an Mudersbach.

Oberschelden liegt auf einer Höhe zwischen 300 und 450 Meter über NN. Der Ort liegt direkt an der A45 (Sauerlandlinie). Höchster Punkt in der Gemarkung ist ein namenloser Gipfel mit 463,4 m Höhe im äußersten Südwesten an der Grenze zu Rheinland-Pfalz. Weitere Berge um den Ort sind der Berg Rote Kirche im Osten mit 438,9 m Höhe, der 426,6 m hohe Hornsberg im Süden oder der Schmittenberg mit 419,3 m zwischen Oberschelden und Gosenbach. Nördlich von ihm entspringt der Schelderbach, nahe der Quelle auch Buschelde genannt, welcher in Gosenbach in den Gosenbach mündet.

  

  

Geschichte

Oberschelden wurde am 24. Februar 1342 das erste Mal urkundlich erwähnt. In dieser Urkunde wurde ein „Gerhart von Schelte“ genannt.

Im Zweiten Weltkrieg kam es am 22. April 1944 in Oberschelden beim nachmittäglichen Überflug von Bomberverbänden zum Absturz eines Flugzeugs. Ein amerikanischer Bomber stürzte, abgeschossen von einer Bf 109, im Rahmen einer beabsichtigten Notlandung auf der Oberscheldener Höhe "Auf der Hohler" beim Versuch den dort verlaufenden 220 und 110 KV-Oberleitungen des RWE auszuweichen, ab. Das Flugzeug explodierte daraufhin mitsamt der Bordmunition und den drei an Bord verbliebenen Besatzungsmitgliedern. Die drei toten Soldaten wurden anschließend auf dem Oberschelder Friedhof bestattet und nach Kriegsende in ihre Heimat überführt. Ein weiteres von drei mittels Fallschirm abgesprungenen Besatzungsmitgliedern kam infolge des sich nicht öffnenden Schirms ebenfalls ums Leben.

Die Gemeinde Oberschelden gehörte bis zur ersten Gemeindegebietsreform zum Amt Freudenberg. Mit Wirkung zum 1. Juli 1966 wurde sie der neu gegründeten Stadt Eiserfeld zugeschlagen. Mit der erneuten kommunalen Neugliederung wurden die Städte Eiserfeld und Hüttental am 1. Januar 1975 der Stadt Siegen zugeschlagen. Oberschelden wurde damit ein Stadtteil der Stadt Siegen.

Im Jahre 1992 wurde das 650 jährige Jubiläum gefeiert.

  

 

Einwohnerzahlen

Einwohnerzahlen des Ortes:

Jahr181819051910193119331939195020052006200820092010
Einwohner 205 712 744 740 727 726 940 1203 1212 1161 1172 1267
Lurzenbach, westlich vom DorfkernHof Stockhammer

 

 

Ehemalige Bürgermeister

  • Mai 1945 (kommissarisch von den amerikanischen Besatzungstruppen ernannt) bis 1966: Emil Rinsdorf († 14. März 1993)

Infrastruktur

Im Ort gibt es einen Kindergarten, ein Bürgerhaus, eine Feuerwache und einen Friedhof. Industrie gibt es nur in kleinen Formen verteilt über den Ort.

 

Verkehrsanbindung

Oberschelden liegt an der Landstraße 907, die von Gosenbach zur L 565 führt, die Seelbach mit Oberfischbach verbindet. An die Autobahn 45 ist der Ort über die Auffahrten Freudenberg oder Siegen angebunden. Der nächste Bahnhof ist in Niederschelden.

Durch Oberschelden führt der Europäische Fernwanderweg E1.

 

Sehenswürdigkeiten

In Oberschelden gibt es in der Alte Kapellenschule eine Heimatstube. Dort wird die Lebensweise ehemaliger Bewohner im Hauberg und im Alltagsleben anhand von alten Geräten, Gegenständen so wie Fotos dargestellt.

Oberschelden hat eine funktionierende Vereinsarbeit. Christlicher Verein Junger Menschen, evangelische Gemeinschaft, Heimat und Verschönerungsverein, Freiwillige Feuerwehr, Spielmannszug und die Sportgemeinschaft Oberschelden bilden die größten Vereine.

 

Einzelnachweise

  1. Siegener Urkundenbuch Band I, Siegen, 1887, S. 148–149, Nr. 250.
  2. "Flugzeugabsturz in Oberschelden - Augenzeugen erinnern sich - Fallschirm öffnete sich nicht", Siegerländer Heimatkalender 1994, S.135f, 69. Ausgabe, Hrsg. Siegerländer Heimat- und Geschichtsverein e.V., Verlag für Heimatliteratur
  3. Martin Bünermann, Heinz Köstering: Die Gemeinden und Kreise nach der kommunalen Gebietsreform in Nordrhein-Westfalen. Deutscher Gemeindeverlag, Köln 1975, ISBN 3-555-30092-X.
  4. Otto Schaefer: Der Kreis Siegen, Siegen 1968
  5. gemeindeverzeichnis.de - Landkreis Siegen
  6. Genalogy.net: Amt Freudenberg
  7. abverwaltungsgeschichte.de - Stadt und Landkreis Siegen
  8. Siegen-Info: Oberschelden
  9. "Hauptwohnsitzbevölkerung nach Stadtteilen am 31.12.2010" auf www.siegen.de
  10. "Den Toten ein ehrendes Gedenken", Siegerländer Heimatkalender 1994, S.36, 69. Ausgabe, Hrsg. Siegerländer Heimat- und Geschichtsverein e.V., Verlag für Heimatliteratur

 

 

Quelle

Die obige Beschreibung stammt aus dem Wikipedia-Artikel „Oberschelden“, lizenziert gemäß CC-BY-SA. Eine vollständige Liste der Autoren befindet sich hier. Gemeinschaftsseiten werden nicht unbedingt von den dazugehörigen Personen oder Organisationen befürwortet oder unterstützt.

 

 

 

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